Bild-Quelle: Gobierno de Canarias
Der Ölteppich, der sich am Mittwochabend in Puerto de la Luz und Las Palmas ausgebreitet hatte, hat nur einige Küstenabschnitte der Gemeinden Las Palmas de Gran Canaria und Telde erreicht, wie die kanarische Regierung informierte.
Derzeit befindet sich der Ölteppich an der Küste zwischen dem Strand Bocabarranco in Las Palmas de Gran Canaria und dem Barranco Real in Telde. In der Nähe der Entsalzungsanlage in der Hauptstadt Gran Canarias wurden keine Reste des Ölteppichs entdeckt. Bei dem letzten Erkundungsflug am Donnerstagnachmittag wurde kein Ölteppich auf dem Meer geortet.
Am morgigen Freitag soll in allen Küstengebieten, die von dem ausgelaufenen Heizöl betroffen sind, eine Erkundung durchgeführt werden. Die Entwicklung der Ölverschmutzung auf dem Meer soll mit Drohnen verfolgen werden, und die Aufräumarbeiten sollen in den betroffenen Gebieten beginnen.
Die Leiterin des Katastrophenschutzes der kanarischen Regierung, Montse Román, erklärte, dass der starke Wind und die Meeresströmungen dazu geführt hätten, dass der Ölteppich keine kompakte Oberfläche habe und sich im Laufe des Tages zersplittert habe, was ihn aber nicht daran gehindert habe, die Küste zu erreichen, wo die Reinigung und Bergung des Materials bei Ebbe durchgeführt werden müsse.
Das ausgelaufene Heizöl war gestern Abend bei einem Umfüllmanöver zwischen einem Lastkahn und einem Schiff am Kai von Virgen del Pino im Hafen von La Luz ausgelaufen. Um 23.00 Uhr war von der Hafenbehörde von Las Palmas der Nationale Plan für den Seeverkehr (PIM) ausgerufen worden. Während der Nacht arbeiteten die Salvamar Nunki, zwei Reinigungsschiffe des Hafens und ein Seereiniger daran, den Ölteppich innerhalb einiger im Hafengebiet installierter Barrieren einzudämmen. Diese Situation veranlasste die Regierung der Kanarischen Inseln, den territorialen Katastrophenschutzplan der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln (PLATECA) in einer Vorwarnsituation zu aktivieren.
Am heutigen Donnerstag um 9.00 Uhr hat die Regierung der Kanarischen Inseln die Alarmstufe erhöht, nachdem das Heizöl aus dem Hafengebiet ausgeflossen war. Als der Ölteppich die Küste der Gemeinden Las Palmas de Gran Canaria und Telde erreichte, wurde Alarmstufe 2 ausgerufen.
Der Ölteppich hat zunächst die Strände von Bocabarranco in Las Palmas de Gran Canaria und von Las Gaviotas, La Restinga, El Espolón und Palos in der Gemeinde Telde erreicht, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass er in den nächsten Tagen weitere Küstenabschnitte der Insel erreicht. So wurden die Stadtverwaltungen von Ingenio, Agüimes, Santa Lucía de Tirajana, San Bartolomé de Tirajana und Mogán alarmiert.
Zahlreiche Einsatzkräfte sind bei der Überwachung und der Beseitigung der Ölverschmutzung beteiligt.
Material für die Säuberung
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Bestand an Material zur Bekämpfung der Heizölkatastrophe durch Ausrüstung verstärkt, die aus anderen Teilen des Archipels herbeigeschafft wurde. Es handelt sich dabei um absorbierende Decken, Absorptionssperren und Rollen, mit denen die Einsatzkräfte flache Küstenbereiche schützen können, sowie um Reinigungsmaterial und Absperrungen.
Darüber hinaus wird das Personal mit flachen, undurchlässigen Barrieren ausgestattet, die bei diesen Aufgaben helfen, sowie mit Ausrüstung zur Lagerung und zum Transport von Abfällen.
Das Personal wird auch mit persönlicher Schutzausrüstung wie Stiefeln, Schutzbrillen, Handschuhen und Reinigungsgeräten wie Harken, Schaufeln, Schläuchen und Zubehör ausgestattet.
Zum Schutz des betroffenen Küstengeländes werden Polyethylenfolien sowie Flüssigkeitsbehälter und -reservoirs verwendet.
Außerdem ist vorgesehen, die betroffenen Gebiete mithilfe von Signalkörpern und Baken abzugrenzen.
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